Ein aufwühlendes Buch über die Liebe, über Träume, über Macht und Missbrauch.
Weißrussland im Jahr 2004. Präsident Lukaschenka regiert das Land seit zehn Jahren mit harter Hand nach der Devise: »Mehr Ordnung anstelle von Demokratie. « Zeitungen werden verboten, oppositionelle Politiker verschwinden. Die Bevölkerung hat sich mit allem abgefunden, ertrinkt in einer Mischung aus Wodka und Fatalismus. Und Wasil, der Held des Romans, will seine Tante Alezja loswerden – und zwar für immer!
»Oktoberplatz« erzählt von der persönlichen und politischen Frustration, die den 30-jährigen Kulturjournalisten Wasil in Betrügereien, Inzest und Mord treibt.
Ein aufschlussreiches Buch über die letzte Diktatur Europas, über kapitalistische und sozialistische Verirrungen, über das Scheitern des Einzelnen am Kollektiv. Ein Coming-of-Age-Roman, der von den Leiden eines jungen Menschen erzählt, der in postkommunistischen Zeiten seinen Weg ins Leben sucht – und immer wieder gegen ein unverrückbares System anrennt.
Für die Arbeit an diesem Roman lebte und recherchierte Martin von Arndt mehrere Monate im Milieu weißrussischer Oppositioneller in Minsk.
Martin von Arndt ist gerne zu Interviews, Hintergrundgesprächen und Podiumsdiskussionen, etwa über die politische Situation in Weißrussland, und Lesungen bereit.